Alle Antworten auf die wichtigsten Fragen

Eignung & Datenschutz – Nutzung, Installation & Linux – Infos zur Technik

Ist der KinderServer kostenlos?

Ja. Sie dürfen den KinderServer für private, gemeinnützige und öffentliche Zwecke wie zum Beispiel in Schulen kostenfrei nutzen. Das Angebot wird von den Partnern der AG KinderServer zur Verfügung gestellt und finanziell vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Sollten Sie den KinderServer als Unternehmen nutzen oder zum Beispiel in Software integrieren wollen, setzen Sie sich bitte vorher mit der AG KinderServer (Kontakt) in Verbindung. In dem Fall sind die Nutzungsbedingungen und Lizenzbestimmungen von Blinde Kuh e. V. und fragFINN e. V. zu berücksichtigen.

Ist der KinderServer absolut sicher?

Nein. Vorrangiges Ziel des KinderServers ist es, dass Kinder nicht versehentlich und gegen ihren Willen auf problematische Webseiten stoßen. In diesem Sinne können Sie Ihr Kind sorgenfrei surfen lassen. Haben Sie aber weiterhin ein Auge auf die Internetaktivitäten Ihres Kindes. Denn die meisten Software-Tools des KinderServers sind zwar mit Passwort geschützt, aber computerversierte Kinder können das System dennoch vielleicht umgehen.

Tipp: Sie erhöhen die Umgehungssicherheit deutlich, wenn Sie im Windows- oder Mac-Betriebssystem für Ihr Kind ein eigenes Benutzerkonto einrichten, für das es keine Administratorenrechte hat. Informieren Sie sich dazu unter Empfehlungen.

Wenn Sie Wert auf höhere Umgehungssicherheit legen, installieren Sie statt des KinderServers ein anerkanntes Jugendschutzprogramm. Infos auf Sicher-online-gehen.

Für welches Alter ist KinderServer gedacht – brauchen meine Kinder einen größeren Surfraum?

Der KinderServer richtet sich an Kinder im Grundschulalter. Für ältere Kinder bieten die anerkannten Jugendschutzprogramme Surfräume auch für die Altersstufen ab 12 und ab 16 Jahren. Infos auf Sicher-online-gehen

Wie verhält es sich mit großen bekannten Suchmaschinen und Videoportalen?

Große bekannte Suchmaschinen und Videoportale sind nicht freigegeben. Schnell sind Kinder hier durch Datenabfrage, Werbung oder Kontakte mit Erwachsenen überfordert. Bei eingeschaltetem KinderServer sind Kinder davor geschützt. Sie können Seiten aber individuell freigeben.

Bekommt mein Kind durch den KinderServer Werbung?

Der KinderServer selbst ist werbefrei. Er lässt aber Seiten zu, auf denen geworben wird. Das hängt damit zusammen, dass in der Whitelist von fragFINN und den URLs von Blinde Kuh auch Webseiten mit Werbung freigegeben sind. Allerdings wird genau darauf geachtet, dass die Werbung und die beworbenen Inhalte Kinder nicht beeinträchtigen. 

Wie steht es mit dem Datenschutz?

Die Nutzung des KinderServers erfolgt anonym, eine Registrierung oder andere Angabe persönlicher Daten ist nicht erforderlich. Technisch ist es jedoch unvermeidlich, dass der Internetverkehr für die Kinderschutz-Filterung über den Proxy läuft. Im Proxy werden ausschließlich die für die Filterfunktion unabdingbaren Datenprozesse durchgeführt. Verschlüsselte Webseiten-Aufrufe (HTTPS/SSL) werden im KinderServer-Proxy nicht entschlüsselt. Es werden dabei strengste Datenschutz-Regeln befolgt. In keinem Fall wird ein Nutzungsprofil oder Ähnliches erstellt.

Die Webseite der Schule oder des Sportvereins meines Kindes ist blockiert. Was kann ich tun?

Die im KinderServer enthaltene URL-Liste der Blinden Kuh und die Whitelist von fragFINN kennen nicht jede regionale Webseite. Deswegen sind solche Seiten im KinderServer nicht freigegeben. Sie haben folgende Möglichkeiten:

  1. Geben Sie die gewünschten Internetadressen (Domains) für Ihr Kind frei, natürlich im Passwort geschützten Erwachsenenmodus (am PC KinderServer AUS). Unter dem Reiter „Webseiten freigeben“ können Sie alle Adressen eintragen, die Ihr Kind über den kindgerechten Surfraum des KinderServers hinaus besuchen darf. Sie können bis zu 46 Seiten freigeben. Wenn Sie die Seite wieder entfernen möchten, löschen Sie den Eintrag einfach wieder.
    Achten Sie beim Domain-Eintragen darauf, ob eine Domain automatisch auf eine andere weiterleitet (zum Beispiel eine andere Domain-Endung). In diesem Fall sollten beide Domains in Ihrer "Webseiten freigeben"-Liste enthalten sein.
    In der App „Meine Startseite“ können Sie unter „Elterneinstellungen“, dann „Whitelist“ alle Adressen eintragen, die Sie freigeben möchten. Die Funktion „Whitelist“ ist Passwort gesichert – Sie brauchen ein Eltern-Passwort.
  2. Sie können auch selbst Vorschläge machen, welche Webseiten im KinderServer freigegeben werden sollen. Klicken Sie dazu HIER.
  3. Sie können die Webseite zur Prüfung für die fragFINN-Whitelist vorschlagen. Wenn sie den fragFINN-Kriterien entspricht, wird die Webseite aufgenommen.

Wie kann ich als Schule oder Webseiten-Betreiber die eigene Seite freigeben?

Wenn Ihre Webseite keine für die Entwicklung von Kindern beeinträchtigenden Inhalte enthält, können Sie sie mit einer age-de.xml-Alterskennzeichnung "ab 0 Jahren" oder "ab 6 Jahren" auszeichnen. Dadurch wird sie automatisch im KinderServer freigegeben. Die Selbstklassifizierung benötigt i. d. R. nur etwa eine Viertelstunde. Infos auf Age-label.

Ich habe das Passwort vergessen, was tun?

Aus Datenschutzgründen werden die Passwörter nur auf Ihrem Endgerät gespeichert. Auch wir kennen daher Ihr Passwort nicht. Damit Sie ein vergessenes Passwort wiederherstellen können, bietet Ihnen die Windows-Software eine Passwort-Vergessen-Frage, die Sie selbst bei der ersten Installation des Passwortes auswählen müssen. Wenn Sie beim Plugin für Firefox bzw. Chrome das Passwort vergessen haben, sollten Sie diese Tools in den Browser-Einstellungen deinstallieren und wieder neu installieren. 

Kann der KinderServer automatisch bei Rechnerstart gestartet werden?

Nein. Der KinderServer ist als Tool für spontane und begleitete Internetbesuche der jüngsten Internetnutzer gedacht. Wenn Sie einen ständigen Schutz des Windows-Rechners mit größerem Funktionsumfang und auch Autostart benötigen, empfehlen wir Ihnen die Installation eines anerkannten Jugendschutzprogramms. Informationen bei Sicher-online-gehen

Der KinderServer filtert nicht – woran liegt das?

Wenn Sie den KinderServer installiert haben und dennoch weiterhin alle Webseiten ungefiltert angezeigt werden, kann das mehrere Gründe haben:

  1. Nach der Installation (und ggf. auch nach jedem Rechner-Neustart) müssen Sie den KinderServer starten, damit der Filter aktiv wird. Beim KinderServer für Windows und Mac OSX geschieht dies mit Doppelklick auf das Helm-Icon auf dem Desktop (Windows) oder im Programme-Ordner (Mac). Beim KinderServer für Firefox und Chrome sehen Sie nach der Installation oben rechts im Browser ein graues Helm-Icon mit rotem Kreuz. Klicken Sie darauf und schalten Sie den KinderServer ein – dann wird das Icon grün.
  2. Der Browser hat die Proxy-Einstellungen im Betriebssystem nicht übernommen, obwohl diese mit dem KinderServer für Windows gesetzt wurden. Starten Sie den Browser neu. Der Internet Explorer übernimmt diese Einstellungen i. d. R. sofort, Firefox mitunter mit etwas Verzögerung. Bei Google Chrome gibt es leider einen Programmierfehler des Browser-Herstellers mit der Folge, dass in bestimmten Konstellationen die Proxy-Einstellungen des Betriebssystems nicht übernommen werden. In diesem Fall nutzen Sie bitte die Browser-Erweiterung KinderServer für Chrome.
  3. Ihr Browser ist so eingestellt, dass er die Proxy-Einstellungen des Betriebssystems nicht übernehmen soll. Wenn Sie selbst die Einstellungen einmal in dieser Weise geändert haben, stellen Sie die Browser-Einstellungen auf "Proxy-Einstellungen des Systems verwenden" zurück oder tragen Sie den Proxy händisch ein (proxy.kinderserver.eu, Port 3128).
  4. Löschen Sie den Cache des Browsers.

Ich habe den KinderServer deinstalliert und er filtert noch immer. Was muss ich tun?

Sie sollten den KinderServer immer ausschalten, bevor Sie ihn deinstallieren. Dadurch werden die Proxy-Einstellungen auf Ihrem Rechner wieder auf Erwachsenenmodus geschaltet, also der KinderServer-Proxy bis zum nächsten Einschalten entfernt. Wenn der KinderServer einmal nach der Deinstallation oder Deaktivierung weiterhin angeschaltet ist, folgen Sie bitte den Tipps aus der Anleitung, die Sie HIER herunterladen können. 

Funktioniert der KinderServer auch unter Linux?

Ja, der KinderServer läuft auch unter Linux. Zwar gibt es keine Software zum automatischen Eintrag der Proxy-Einstellungen. Sie können den Proxy aber entweder in den Browsereinstellungen hinterlegen oder im Linux-Betriebssystem. Abhängig von der Distribution und der grafischen Oberfläche ist der Installationsweg etwas unterschiedlich. Bitte verwenden Sie folgende Proxy-Daten: proxy.kinderserver.eu (Port: 3128). 

Wie funktioniert KinderServer technisch?

Technische Basis des KinderServers ist ein eigens für das Projekt entwickelter Proxy. Der Proxy kennt alle Internetadressen der fragFinn-Whitelist, der Kindersuchmaschine Blinde Kuh, alle Seitenstark-Seiten und er prüft alle aufgerufenen Internetseiten auf das Anbieter-Alterskennzeichen „age-de.xml“ bis 12 Jahre (siehe Age-label).

  • Bei eingeschaltetem KinderServer wird jeder Internetverkehr des Geräts über den Kinder-Proxy umgeleitet und geprüft. Dies geschieht im Hintergrund ohne weiteres Zutun. So lange sich Ihr Kind auf freigeschalteten Webseiten bewegt, bemerkt es die Prüfung in der Regel nicht.
  • Gibt Ihr Kind eine Internetadresse ein, die nicht freigegeben ist, öffnet sich eine Infoseite (Blockingpage) mit Hinweisen. Auf der Blockingpage wird erklärt, dass die Adresse nicht in der Freigabeliste des KinderServers verzeichnet ist. Ihr Kind kann von hier aus in den Kindersuchmaschinen fragFINN und Blinde Kuh sowie auf Internetportalen für Kinder nach Alternativen suchen.

Sie können Internetseiten für Ihr Kind im Erwachsenenmodus individuell freischalten.

Warum muss KinderServer installiert werden?

Der Kinder-Proxy arbeitet außerhalb der Endgeräte seiner Nutzer. Er ist deswegen weitgehend unabhängig von Geräten und Betriebssystemen (PC, Mac, mobile Geräte, Konsolen). Aus berechtigten Sicherheitsgründen kann ein Proxy in Browsern und Betriebssystemen nicht einfach per Klick eingeschaltet werden. Es muss vor dem sicheren Surfen eine einfache Installation erfolgen. Dabei werden keine userbezogenen Daten erfasst und gespeichert. Auch auf Cookies wird verzichtet.

Warum ist ein Test ratsam?

Für die unterschiedlichen Betriebssysteme und Geräte gibt es verschiedene Sicherungsmöglichkeiten. Da jede Computer-Installation individuell ist und die Zuverlässigkeit des KinderServers deshalb technisch nicht garantiert werden kann, sollten Sie nach Einschalten des KinderServers zur Sicherheit immer zunächst selbst testen, ob der Schutz auch tatsächlich funktioniert. Rufen Sie dafür eine für Kinder unter 12 Jahren nicht freigegebene Webseite auf. Wenn alles funktioniert, erscheint die Infoseite des KinderServers.

Was passiert, wenn ich schon einen anderen Proxy installiert habe?

Sie können keine zwei Proxys gleichzeitig in einem Rechner betreiben, es kann also immer nur ein Proxy aktuell aktiv sein. Wenn Sie bereits z. B. einen Firmenproxy installiert haben und dann den KinderServer installieren, werden Ihre bisherigen Proxyeinstellungen auf Ihrem Rechner überschrieben - Sie sollten sich die Daten des bisherigen Proxys also ggf. vorher aufschreiben (betrifft nur selten Privatanwender). Sie haben im Einstellungen-Bereich des KinderServers im Reiter „Erweitert“ die Möglichkeit, weitere Proxys einzutragen und dann zwischen KinderServer und z. B. Firmenproxy zu wechseln. Der Kinderschutz ist dann nur bei eingeschaltetem KinderServer aktiv.

Tipp für Schulen und Netzwerk-Anwendungen: Wenn das gesamte Netzwerk bereits über den Server mit einem anderen Proxy verbunden ist, kann i. d. R. auf einem Klassenzimmer-/Anwender-Rechner nicht außerdem noch der KinderServer-Proxy aktiviert sein. Sie sollten also keine Proxys sozusagen hintereinander schalten. Bei Fragen hierzu helfen wir Ihnen gerne weiter (Kontakt).

Fehlermeldung „Der Proxy-Server verweigert die Verbindung“ beim Versuch, auf eine https://-Seite zuzugreifen?

Im Falle von solchen SSL-Verbindungen „kommuniziert“ Ihr PC mit der aufgerufenen Internetseite. Der KinderServer kann und darf nicht in diese Kommunikation "einbrechen" und ist blind für diesen Austausch. Um zu verhindern, dass so gefährdende Inhalte aufgerufen werden, lässt der KinderServer die Verbindungen nicht zu.

Lösung: Wenn Sie eine Domain im passwortgeschützten Elternbereich der KinderServer-Software freigeben, wird diese nicht mehr über den KinderServer-Proxy geleitet und ist somit trotz Verschlüsselung erreichbar:

  1. Rufen Sie den Elternbereich auf. Diesen erreichen Sie z. B. unter Windows-über das grüne Helm-Icon, das Sie i.d.R. unten rechts am Bildschirmrand neben der Uhr finden.
  2. Tragen Sie im Reiter "Webseiten freigeben" die Adresse der jeweiligen Webseite mit einem Stern anstatt "www" ein (z. B. für www.beispiel.de *.beispiel.de).
  3. Speichern Sie den Eintrag mit einem Klick auf "Liste speichern".

Achtung: Wir raten jedoch auch versierten Computernutzern davon ab, pauschal alle HTTPS-Verbindungen vom Proxy auszunehmen, denn dann wären für Ihr Kind auch ungeeignete Webseiten erreichbar.